Sicherheitsbestimmungen sind notwendige Regelungen, um Leib und Leben von Menschen und die Umwelt zu schützen. Besonders bei der Arbeit sind Sicherheitsbestimmungen teilweise lebensnotwendig.

Auf dieser Website geht es konkret darum, welche Rolle die zu tragende Schutzkleidung im Rahmen von Sicherheitsbestimmungen spielt. Zur Schutzkleidung können Warnwesten gehören, Helme, Schuhe, die beispielsweise vor Verätzungen, Verbrennungen, Quetschungen schützen.

Um die Vielzahl verschiedener Kleidungsstücke, die Schutz vor unterschiedlichen Gefahren bieten, zu veranschaulichen, nehmen wir uns einmal als Beispiel Sicherheitsschuhe, speziell Sicherheitsgummistiefel und schauen uns an, welche unterschiedlichen Anforderungen an sie existieren und wann diese Produkte getragen werden müssen.



Wovor sollen Arbeitsschuhe schützen?

Antwort auf diese Frage finden Sie in der Berufsgenossenschaftlichen Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit mit der Nummer 191. Je nach Sicherheitsstufe schützen Sicherheitsschuhe etwa vor Stoßen oder Einklemmen.

Außerdem sollte man auch die Gefahr von umfallenden, herabfallenden oder abrollenden Gegenständen nicht unterschätzen.

Vor allem auf Bau und im unwegsamen Gelände schützen Arbeitsschuhe vor Hineintreten in spitze Gegenstände.

Vor allem für Mitarbeiter der Pharmaindustrie oder von Reinigungsfirmen tragen spezielle Arbeitsschuhe zum Schutz vor Chemikalien.

 

Welche Kriterien sollte man beachten?

Die Kriterien bei der Auswahl richten sich natürlich nach dem Verwendungszweck der Stiefel: Für die Arbeit von Feuerwehrleuten könnte also beispielsweise vor allem die Feuerfestigkeit der Sicherheitsgummistiefel wichtig werden. Für gute Hitzebeständigkeit können die Stiefel etwa mit einem Filzfutter versehen sein. Möglicherweise wichtige Kennzahlen bei der Auswahl: die Feuerfestigkeit des gesamten Stiefels, gemessen in Sekunden. Die Zahl beantwortet die Frage, wie lange der gesamte Stiefel einem Feuer standhält. Wichtig ist auch die Feuerfestigkeit der Sohlen, also eine Antwort auf die Frage: Wie lange kann ich auf einem Untergrund mit welcher Temperatur laufen, bevor die Sohlen meiner Sicherheitsgummistiefel angegriffen werden? Ist man mit Sägearbeiten beschäftigt, so wird die Schnittschutzklasse des Sicherheitsstiefels bedeutender als die Feuerfestigkeit. Zudem ist eine Stahlkappe wichtig, sollten etwa bei Forstarbeiten Holzteile auf den Fuß fallen.

Sicheres Schuhwerk - Sichere Arbeit

Der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften hat passende Empfehlungen und Vorschriften für das Tragen von Sicherheitschuhen am Arbeitsplatz herausgegeben.

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Gesetzliche Grundlagen

Die Anforderungen an Sicherheitsgummistiefel waren in der Europäischen Norm 345 für Sicherheitsschuhe festgelegt. Die Teilbereiche S4 und S5 der Norm trafen dabei besonders häufig auf vulkanisierte Schuhe zu: auf Schutzstiefel aus PVC und PU.

Der Teilbereich S4 machte für Sicherheitsgummistiefel dabei folgende Vorgaben:

  • Stahlkappe,
  • gegen Nässe und Feuchtigkeit,
  • antistatisch,
  • rutschhemmend,
  • öl- säure-, benzin- und fettbeständig,
  • polymeres Material

Entsprachen Sicherheitsgummistiefel dem Punkt S5 der Europäischen Norm 345, so besaßen sie zusätzlich zu den unter S4 aufgeführten Eigenschaften eine Stahlzwischensohle. Aktuell gilt die DIN EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe. Stahlkappen von Sicherheitsstiefeln nach DIN EN ISO 20345 müssen eine Stoßenergie von 200 Joule und eine Druckkraft von 15 KN aushalten können. Die Schutzstufen von S1 bis S5 gelten weiter.